Warum Spiegel böse sind und wie du sie für deine Gesundheit gut machen kannst

Spieglein, Spieglein an der Wand… fragt die böse Königin. Knallhart und ohne mit der Wimper zu zucken – kann er ja gar nicht, der Spiegel – antwortet dieser, dass nicht die Frau Königin, sondern ihre wunderschöne Stieftochter eben die Schönste im Lande ist.
Und die Folge? Frau Königin ist verärgert, stellt alles Mögliche an, um den Status der Schönsten zu erlangen, aber der Spiegel, der ist gnadenlos. Dem kann sie einfach nicht vorspielen, was sie nicht ist: böse und gar nicht schön.
Auf einem Blog für Rückengesundheit, Stressbewältigung und gesunder Ernährung mit einem Märchen um die Ecke kommen? Was hat das denn hier zu suchen?
Der Spiegel ist eine Instanz, die du in dir hast, in deinem Gehirn, um genau zu sein. Und damit du nicht wie die Königin endest, deine Gesundheit aufs Spiel setzt und mittels deiner Gedanken eine Spirale in Gang setzt, die dir nicht gut tut, möchte ich dir ein paar Einsichten mitgeben und natürlich auch Tipps, was du für dich tun kannst. Für deine Gesundheit (ja, der Rücken spielt dabei eine recht wesentliche Rolle) und gegen Stress.

Dein Hirn: Freund oder Feind – für deine Gesundheit

Hast du schon einmal etwas von Spiegelneuronen gehört?
Kurze Theorie: Das sind Zellen in unserem Gehirn, im prämotorischen Cortex (die genaue Bezeichnung ist Areal F5, falls du recherchieren magst). In dieser Hirnregion werden Handlungen geplant und angestoßen. Und Handlungen führen immer zu Erfolgen, genannt: Ergebnissen. Diese Spiegelneuronen sind ein Resonanzsystem im Gehirn. Du beobachtest jemanden, der z.Bsp. Stärke, Mut, Gesundheit ausstrahlt. Dein Hirn empfängt das und reagiert genauso, als würdest du so agieren, wie der beobachtete Mensch. Genial, oder? Denn zu jeder Handlung gehört das entsprechende Mindset, gehören die entsprechenden Gedanken und natürlich ergeben sich daraus die entsprechenden Gefühle.
Also die Sache ist so: du siehst etwas, im Gehirn reagieren die Spiegelneuronen und setzen den gesamten Vorgang, der nötig ist, um zu handeln (Haltung einnehmen etc.) in Gang. Dazu gehört auch, das Gesehene einzuordnen und emotional zu bewerten.
So, das wars auch schon mit der eher trockenen Erklärung. Jetzt kommt die Praxis und der Zusammenhang zu deinem Wohlbefinden. Und das geht so:

Was du siehst, löst eine Reaktion in dir aus – wie ein Spiegel

Denke an einen Apfel. Stell ihn dir vor.  Wie sieht dein Apfel aus? Saftig grün oder rot mit grüngelben Mustern? Ist er groß? Angeschnitten oder angebissen? Läuft etwas Saft aus oder gibt es einen Glanz, den du sehen kannst?
Und weiter in deiner Fantasie: kannst du diesen Apfel riechen? Diesen typischen Apfelgeruch, süß-sauer mit dieser speziellen Note… und kannst du einen leichten oder intensiven Apfelgeschmack in deinem Mund bereits wahrnehmen? (wahlweise rinnt dir das Wasser im Mund zusammen 😉 ). Hörst du das Geräusch, wenn du in den Apfel beißt oder schneidest?
Wundervoll! Gehirn in Action, Spiegelneuronen auf Anschlag.
Jedes Bild im Aussen, das in deinem Wahrnehmungsbereich kommt, wird eingeordnet und mit einer emotionalen Reaktion versehen. Und: jedes Bild in deinem Inneren, also auch jede Vorstellung, wird eingeordnet und mit einer emotionalen Reaktion versehen. Das hast du in unserem kleinen Apfelbeispiel gerade erlebt.
Salopp gesagt: denkst du an schöne Dinge oder siehst du schöne Dinge, löst das eine angenehme Reaktion in deinem Körper aus. Bei unschönen Dingen… unangenehme Reaktionen. Genau so verhält es sich mit so ziemlich allen Wahrnehmungen…
Siehst du jemanden, der so ist, wie du das möchtest, hast du ein Ziel bewusst vor Augen, aktivieren sich in deinem Gehirn diese Neuronen und lösen in dir eine entsprechende Reaktion aus.
Achtung: Torpedo inside!
Allerdings ist die böse Königin ständig auf der Suche nach Mitteln und Möglichkeiten, dem schönen Schneewittchen eines auszuwischen.  Das heißt, du hast schön viele eigene Erfahrungen gemacht, dir ein Set aus Glaubenssätzen und Mustern zurecht gelegt, um diese Neuronen schnell wieder zur Ruhe zu bringen.
Böse Königin: negatives Mindset Schneewittchen: alles, was möglich ist, das Schöne, Gute, Gesunde…
Wie wir aus dem Märchen wissen, gelingt der Königin ganz schön viel Schaden.  Wie wir aus unserer eigenen Erfahrung wissen, sind Veränderung ganz schön mühsam. Oder unmöglich. Oder?

3 Thesen, wie du diese Spiegelneuronen für dich nutzen kannst

These 1 : deine Gedankenpower macht dich gesund – oder krank
These 2: deine bewusste Haltung steuert deine Gedankenpower
These 3: Muster und Gewohnheiten, die einschränken, kannst du durch Haltung und Gedankenpower ändern und in neue Muster und Gewohnheiten umwandeln

Damit du deine mentalen Kräfte nutzen kannst, musst du sie dir bewusst machen.

Zu These 1: Gedankenpower – oft gehört, aber wie funktioniert sie wirklich?

Bestimmt hast du schon von mentaler Stärke gehört oder gelesen. Vielleicht denkst du jetzt an Sportler, die in bestimmten Situationen extrem gute Nerven haben, im entscheidenden Augenblick zu 100% abliefern können oder du denkst an Menschen, die ein Ziel hatten und einfach nicht losgelassen haben, egal, welche Hindernisse auf ihrem Weg lagen.
Ich sag dir was: denk einfach mal an DICH!
Wenn du bis hierher gelesen hast, weiß ich, dass du die Bekanntschaft der Königin aber auch von Schneewittchen gemacht hast. Heißt: du hast klare Wünsche, vermutlich hinsichtlich Gesundheit, Stress, Ernährung und kennst den einen oder anderen Torpedo. Das – genau, die negativen Glaubenssätze und Muster – ist mentale Stärke. Nur noch nicht in die richtige Richtung. Und das wiederum bedeutet, dass du absolut in der Lage bist, deine Gedankenpower zu mobilisieren.
Was du dazu nützen sollst, sind deine mentalen Bilder. Und zwar jene, die deine Ziele repräsentieren.
Tipp: Bei den meisten Menschen funktionieren die negativen Bilder sehr gut. Denke an etwas, das dir widerfahren ist und das du nicht magst. Achte jetzt auf die Qualitäten deiner inneren Wahrnehmungen. Wie groß ist das Bild? Wie nahe ist es? Ist es bewegt oder ein starres Bild? Farbe oder schwarz-weiß? Und achte auf weitere Qualitäten wie: hörst du etwas? Kannst du etwas riechen oder schmecken? Und ganz entscheidend: was fühlst du?
Diese Qualitäten, die bei deinem negativen Bild so gut funktionieren, dürfen bei deinem positiven Zielbild anders und stärker sein. Deshalb vergleiche einmal mentale Bilder von etwas, das du gut kannst, das dir gut gelungen ist, das du erlebt hast und als echtes Stärkebild einordnen kannst. Gehe wieder alle Sinne durch und dann verändere dein positives Zielbild so, dass die Qualitäten BESSER als beim negativen Bild sind. Es darf also näher, heller, bunter, bewegter, lauter/leiser etc. sein, so, dass du ein echt starkes, positives Gefühl damit verbindest.
Jetzt werden beim Gedanken an das, was du willst, die Spiegelneuronen freudentanzen.
Dein Körper spricht für dich: Von innen wirken, überzeugen, ausstrahlen
  • Dr. Amy Cuddy
  • Herausgeber: Mosaik
  • Gebundene Ausgabe: 400 Seiten

Zu These 2: Haltung wirkt

Du kennst sicher dieses Beispiel, dass du eine total zusammengekrümmte Haltung einnehmen sollst, dein Gesicht soll einen traurigen Ausdruck einnehmen, Schultern nach unten – und jetzt sag dir: „Das Leben ist großartig!“ Geht nicht. Passt nicht zusammen.
Teste das Gegenteil: Nimm eine total aufrechte Haltung ein, Arme nach oben, lächeln – und jetzt sag dir: „Was für ein besch… Tag.“ Geht auch nicht. Passt eben nicht zusammen.
Die amerikanische Wissenschaftlerin Dr. Amy Cuddy hat in ihren Studien gezeigt, dass es so genannte High Power – Haltungen gibt. Wenn du die einnimmst, dann ist sowohl in deinem Speichel als auch in deinem Blut nach nur kurzer Zeit (Speichel 2 Minuten, Blut 5 Minuten) ein signifikanter Anstieg an Testosteron zu vermerken.
Nimmst du so genannte Low Power – Haltungen ein, erhöht sich der Cortisol-Level, Stress, Angst, Verletzlichkeit sind die Folge.
Das Tolle ist: diese Haltungen kannst du üben, brauchst sie dann natürlich nicht permanent einnehmen. Das wäre für die meisten Menschen ziemlich unnatürlich. Allerdings wirst du merken, dass eine High Power – Haltung gar nicht so leicht zu halten ist. Was du dazu brauchst, ist das High Power – Mindset. Und wenn du konsequent ein paar Tage lang diese Haltungen einnimmst, wirst du merken, wie sich in deinem Hirn etwas verändert, bewegt.
Tipp: Übe High Power Posen über einen Zeitraum von mindestens 2 Monaten, um bewusst dieses Stärke in deiner inneren Wahrnehmung zu spüren.
Hier ist ein Video mit Amy Cuddy persönlich: https://www.youtube.com/watch?v=C4ACeoqEjeA
 
Das egoistische Gehirn: Warum unser Kopf Diäten sabotiert und gegen den eigenen Körper kämpft
  • Achim Peters
  • Herausgeber: Ullstein Taschenbuch
  • Auflage Nr. 7 (08.06.2012)
  • Taschenbuch: 336 Seiten

Zu These 3: verändere Muster und Gewohnheiten bis sie dich total unterstützen

Die Königin ist so erfolgreich, dass Schneewittchen vorübergehend sogar tot ist. Ok, das Märchen ist ein wenig starker Tobak, sagen wir, sie hat über das Schöne und Gute erst einmal gesiegt. Glücklicherweise ist der Prinz zur Stelle. Und natürlich die 7 Zwerge.
Der Prinz sagt, was jetzt zu tun ist. Die Zwerge führen aus – und tadaaaa! Schneewittchen erwacht, die böse Königin stirbt selbst oder wird verjagt oder was auch immer, ist jedenfalls weg.
Dein Gehirn braucht sehr viel Energie. Im Ruhemodus etwa 25% deiner Gesamtenergie.  Jetzt bin ich keine Ernährungsspezialistin und kann dir daher nur ein wenig raten, dich mit Brainfood wie Nüssen, genügend Wasser etc. zu unterstützen.
Was ich dir aber sagen kann ist Folgendes: Sobald du einen Denkvorgang tätigst, steigt der Energieverbrauch im Gehirn. Je öfter du etwas denkst, desto schneller und einfacher funktioniert das. Du weißt schon, das mit dem Datenhighway… einmal etwas gedacht ist ein 1. Pfad vorhanden, mehrmals gedacht, wird es ein Weg und immer öfter und öfter gedacht, hast du einen Datenhighway geschaffen. Das ist noch immer aktuell, wenn du dabei exakt vorgehst. Das heißt, die Gedanken – an dein erwünschtes Ziel – dürfen immer gleich gut und in gleicher Qualität sein. Sie sollten auch nicht stark voneinander abweichen.
Denn wenn du ohne viel Aufwand deine inneren Bilder abrufen kannst, ergeben sich neue Muster. Und je schneller und eindeutiger die da sind, desto weniger Energie braucht dein Gehirn wiederum. Ein fantastischer Kreislauf, nicht wahr? Deshalb ist es anfangs wichtig, dass du sowohl Gedanken als auch Haltungen bewusst und sehr genau einübst. Sobald du exakte Gewohnheiten hergestellt hast, ist die böse Königin verjagt.
Die angeführten Thesen und Tipps können dir gut helfen, deine Gesundheit, deine Ernährung und dein Stressgefüge positiv zu verändern. Entscheidend ist, dass du es TUST, am besten JETZT,  und dass du konsequent DARAN BLEIBST. Diese Zutaten garantieren dir generell Erfolg – und den wünsche ich dir.
Wenn du dein Gehirn bewusst, aktiv und absichtsvoll für deine Erfolge nutzt, sind dein Denken und deine Wahrnehmungen automatisch auf schöne und gute Dinge ausgerichtet. Diese aktivieren dann permanent die Spiegelneuronen, die dir helfen, alles, was du möchtest aktiv zu verstärken.
Sei großartig – denke großartig!

Natürlich lässt Petra dich mit all diesen Infos nicht in deinem mentalen Regen stehen. Wenn du Lust hast, dein Innenleben reichhaltiger und intensiver zu gestalten und deine Wunder zu beleben, dann hat sie was für dich: Miracle Mind – mach dir deine Wunder selbst. Ein Grundkurs in Mentaltraining. Lust darauf? Klicke einfach hier drauf:
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Petra Lehner
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Petra R. Lehner ist Gehirnfreak und Coach für ganz normale Spitzenleistungen. Wenn du weißt, wie du tickst, diese Ticks nutzen kannst, bist du erfolgreich. Das kann jeder erreichen, das kann jeder lernen. Dafür bietet sie online-Kurse und Coaching an und sie ist auch als Speakerin unterwegs, um die ungeheuren Vorzüge des Gehirns in die Welt zu tragen, denn es ist immer mehr möglich, als du jetzt gerade noch denkst.

Letzte Aktualisierung am 20.10.2018 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

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Petra R. Lehner ist Gehirnfreak und Coach für ganz normale Spitzenleistungen. Wenn du weißt, wie du tickst, diese Ticks nutzen kannst, bist du erfolgreich. Das kann jeder erreichen, das kann jeder lernen. Dafür bietet sie online-Kurse und Coaching an und sie ist auch als Speakerin unterwegs, um die ungeheuren Vorzüge des Gehirns in die Welt zu tragen, denn es ist immer mehr möglich, als du jetzt gerade noch denkst.

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