Naturreiniger für Körperpflege, Hausputz und Wäsche

Hast du schon einmal darüber nachgedacht, was wir so alltäglich an Reinigungsmitteln verbrauchen und wie sich das auf unsere persönliche Gesundheit und unsere Umwelt auswirkt?

Wenn wir uns mit dem Thema „Naturkosmetik“ befassen, sollten wir auch unsere Wasch- und Putzmittel genauer betrachten, Schließlich gelangen die verschiedenen Inhaltsstoffe der Reiniger über unser größtes Organ (unsere Haut) in unseren Organismus, unabhängig davon ob oder welche Kosmetik wir verwenden mögen.

Was wäre, wenn wir durch Veränderungen bei der Wahl unserer Reiniger auf die eine oder andere kostspielige Hautpflege ganz verzichten könnten?

Schauen wir uns an, wo und wie wir konkret etwas tun können:

Naturkosmetik für den Körper

Dass die inzwischen überall zu findende flüssige Seife nicht wirklich pflegt, hast du sicher schon festgestellt. Das Bedürfnis, sich nach dem Waschen einzucremen resultiert aus der Tatsache, dass industriell hergestellte Seifen Mineralölderivate enthalten, die unsere Haut austrocknen.

Noch kritischer zu betrachten sind antibakterielle Seifen, die häufig Triclosan enthalten. Triclosan wirkt sowohl antibiotisch und hormonell, als auch lokal betäubend.

Die Alternative sind handgesiedete Seifen aus pflanzlichen Ölen, die mit einer pflegenden Überfettung hergestellt wurden. Das bedeutet, dass nicht das gesamte Öl bei der Herstellung verseift wird. Es steht also zur Versorgung der Haut zur Verfügung und die ungesättigten Fettsäuren können auch in tiefere Hautschichten eindringen und den Stoffwechsel harmonisieren.

Seifensieden macht riesigen Spaß, ist aber nicht ganz ungefährlich. Deshalb empfiehlt es sich einen Seifensiedekurs zu besuchen und die Herstellung von Seife dort zu lernen. Auch in deiner Gegend findest du bestimmt einen Anbieter für so einen Kurs bzw. kleine Seifensiedereien, die wunderbar pflegende Seifen für Haut und Haare verkaufen.

Probiere es aus und du wirst sehen, dass dein Bedarf an Cremes und Lotionen drastisch zurück geht.

Naturhaushaltsreiniger

Weniger ist mehr kann ich hier nur sagen. Unsere Urgroßeltern wären sicher geschockt, wenn sie die überfüllten Regale in einem heutigen Drogeriemarkt sehen würden. Brauchen wir wirklich für jeden Fleck und jedes Material eine unüberschaubare Auswahl an Reinigern? Ich beschränke mich seit einiger Zeit wieder auf die alten Hausmittel, die sich bewährt haben.

Was benötigt man wirklich zum Putzen?

Essig, Zitronensäure, Seife, Natron, Waschsoda und Salz ersetzen dir jede Drogerie. Und es ist immer wieder spannend mit diesen Grundzutaten zu experimentieren und neue „Rezepte“ für die eigenen Bedürfnisse auszuprobieren.

Beispiel gefällig?

Scheuerpulver, selbst gemacht

  • 1 Päckchen Natron (50 g)
  • 1 Esslöffel Zitronensäure
  • 1 Teelöffel Speisestärke

Alles miteinander mischen und in einen Salzstreuer oder ein leeres Einwegglas mit gelöchertem Deckel füllen.

Dieses Scheuerpulver kannst du im Bad und in der Küche verwenden. Seine Wirkung wird gesteigert, wenn du es, z.B. bei hartnäckigen Kalkablagerungen, aufstreust und mit etwas Essig „aktivierst“. Lass die Mischung zu Ende sprudeln, bevor du sie mit einem feuchten Lappen abwischst.

Yvonne Willicks (Moderatorin im WDR) bestätigt in ihrem Ratgeber „Meine 111 besten Haushaltstipps“ auf Seite 12:

„..für Hygiene im Haushalt ist es wichtig zu wissen, dass es Laugen und Säuren gibt…

Säuren, wie Essig oder Zitronensäure, entfernen Kalk. Laugen, wie Spülmittel und Allzweckreiniger, lösen Fette.

Und mehr braucht es eigentlich im Putzschrank nicht…“

Wichtig: Natürlich gehören auch selber gemachte Reiniger, bzw. die Grundzutaten dafür, nicht in Kinderhände!

Naturmittel für deine Wäsche

Durch Waschmittel ausgelöste Unverträglichkeiten und Allergien nehmen stetig zu. Doch auch hier gibt es Alternativen zu der Vielzahl an Produkten, die uns die Industrie als absolut notwendig anpreist.

Das A und O bei der Wäschepflege ist meiner Erfahrung nach eine zeitnahe Fleckenbehandlung bevor man die Wäsche in die Maschine gibt. Gegen Fettflecken hilft wieder Lauge, ggf. Gallseife (die man ebenfalls selber sieden kann). Blut- und Eiweißflecken solltest du unbedingt mit kaltem Wasser auswaschen und einweichen. Bei weißer Wäsche kann man ins Einweichwasser etwas Waschsoda geben. Weitere Tipps findest du im oben genannten Ratgeber ab Seite 68. Oder frag einfach jemanden, der noch weiß, wie man in der Mitte des 20. Jahrhunderts gewaschen hat.

Ist die Wäsche so vorbehandelt kannst du sie mit selber gemachtem Waschmittel aus Seifenresten und Waschsoda waschen. Oder du nimmst für empfindliche Fasern einfach gehackte Efeublätter, die du in eine alte Socke steckst, und mit in die Waschtrommel gibst. Efeu enthält Saponine (lat. sapo: Seife), die in Kontakt mit Wasser wie Seife schäumen. Wenn du magst gibst du noch ein paar Tropfen ätherisches Öl hinzu und verleihst deiner Wäsche damit deinen persönlichen Lieblingsduft. Denke daran entsprechend dem Härtegrad deines Wassers etwas Zitronensäure ins Waschmittelfach zu geben, damit die Wäsche weich bleibt.

Wie du siehst geht es auch einfach! Und wenn man einmal damit anfängt, seine Putz- und Waschgewohnheiten zu verändern, bekommt man immer mehr Ideen, wie man der Gesundheit zuliebe neue Wege beschreiten kann.

Ein weiterer Effekt: Wenn du deine Putz- und Pflegemittel selber herstellst, hast du deutlich weniger Plastikmüll zu entsorgen. Keine unwichtige Tatsache, wenn man bedenkt, dass China uns seit Januar 2018 den Inhalt der gelben Säcke nicht mehr abnimmt und wir uns in Deutschland nun um unseren eigenen Müll kümmern müssen.

Über die Autorin:

Annette Sauer ist Inhaberin einer kleinen „Wohnzimmer-Manufaktur“ und gibt die Erfahrungen, die sie mit ihrem Hobby, dem Seifensieden und der Herstellung von natürlichen Reinigern, gemacht hat, gerne weiter. In ihren Kursen erlernen die Teilnehmer die Kunst des Reinemachens auf einfache und unkomplizierte Art. (www.annettes-reinemacher.de)

 

Hat dir der Artikel gefallen? Dann freuen wir uns über ein Like oder eine kleine Spende. Vielen Dank.
Gesundheit-lenkt-Energie-Akademie

Wir lieben es, so nah wie möglich im Einklang mit der Natur zu leben und die Kraft der Natur für unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden zu nutzen. Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, diese Erfahrungen mit anderen Menschen zu teilen und sie an dem Wissen teilhaben zu lassen. Denn DU hast es selbst in der Hand, ob und wie vital und fit zu bist.

About Author

Wir lieben es, so nah wie möglich im Einklang mit der Natur zu leben und die Kraft der Natur für unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden zu nutzen. Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, diese Erfahrungen mit anderen Menschen zu teilen und sie an dem Wissen teilhaben zu lassen. Denn DU hast es selbst in der Hand, ob und wie vital und fit zu bist.

Leave A Reply

Cookie-Einstellung

Bitte treffen Sie eine Auswahl. Weitere Informationen zu den Auswirkungen Ihrer Auswahl finden Sie unter Hilfe.

Treffen Sie eine Auswahl um fortzufahren

Ihre Auswahl wurde gespeichert!

Hilfe

Hilfe

Um fortfahren zu können, müssen Sie eine Cookie-Auswahl treffen. Nachfolgend erhalten Sie eine Erläuterung der verschiedenen Optionen und ihrer Bedeutung.

  • Alle Cookies zulassen:
    Jedes Cookie wie z.B. Tracking- und Analytische-Cookies.
  • Nur First-Party-Cookies zulassen:
    Nur Cookies von dieser Webseite.
  • Keine Cookies zulassen:
    Es werden keine Cookies gesetzt, es sei denn, es handelt sich um technisch notwendige Cookies.

Sie können Ihre Cookie-Einstellung jederzeit hier ändern: Datenschutz. Impressum

Zurück