Loslassen ist der Schlüssel zu Gesundheit und Gelassenheit

Loslassen ist das Gegenteil von Festhalten. Ich halte also an irgendetwas, an irgendwem fest. Man kann auch sagen, man ist fest gehalten und kann sich nicht frei bewegen, nicht frei denken, nicht frei handeln. Und somit kann die Energie auch nicht frei fließen – es entstehen Blockaden – und auf lange Sicht können wir dadurch auch krank werden.

 

Loslassen ist in meiner Arbeit und in meinen Seminaren immer ein Thema – meist jedoch unbewusst. Doch in den Seminaren „Rückenfit am Arbeitsplatz“ wird es vielen meiner Teilnehmern bewusst, was das Festhalten an bestimmten Dingen gesundheitlich für sie bedeutet: RÜCKENSCHMERZEN.

Sicherlich kennst Du die ein oder andere Situation. Du sitzt an einer kniffligen Aufgabe – Du beißt dich sprichwörtlich an dieser Aufgabe fest. Und am Abend wunderst Du Dich, dass Dir der Nacken schmerzt und sich diese Schmerzen von Tag zu Tag verstärken. Oder aber Du hast eine hohe Verantwortung, bist voll berufstätig und hast vielleicht noch einen Pflegefall in der Familie – auch hier bürdest Du Dir sehr viel auf – findest keine Zeit mehr für Dich und Deine Bedürfnisse und merkst, dass Du öfters unter Verspannungen leidest.

All das sind Anzeichen von Stress und Festhalten. Du hältst an etwas fest und kannst es nicht loslassen. Deine Muskeln spiegeln Dir das anhand von Verspannungen wider.

Natürlich möchte ich Dich jetzt nicht auffordern von allem loszulassen. Denn Loslassen ist nicht automatisch etwas Gutes. Wie viele unserer Leser wissen, geht Birgit sehr gern Bergwandern in den Alpen. Und da gibt es zahlreiche Situationen, wo das Loslassen (auch wenn das Festhalten noch so schmerzhaft ist) tödlich enden kann. Doch auch das sture Festhalten an der Bergwand bringt mich nicht weiter. Denn dann müsste ich ja Stunden in dieser Position ausharren und komme nie am mein Ziel. Es ist also wichtig, auch beim Loslassen und Festhalten eine Balance zu finden.

Auf dem rechten Bild siehst Du den Blick von der Meilerhütte (Aufstieg von Garmisch Partenkirchen aus in 2366 m ) Um diesen Blick genießen zu können, habe ich immer wieder die richtige Balance zwischen Festhalten und Loslassen erleben dürfen. Und das nicht nur körperlich. Auch gedanklich habe ich an diesen 2 Tagen des Auf- und Abstieges Gefühle erlebt, warum ich an Dingen und Situationen festhalte und ob es sich tatsächlich lohnt. Ich habe dabei einen klaren Kopf bekommen und Entscheidungen ganz leicht treffen können, bei welchem ich mich im Alltag sehr schwer getan habe. 

„Was wir nicht schaffen, müssen wir loslassen, sonst schafft es uns.“ Ernst Ferst

Kommen wir wieder der Natur etwas näher. Im Herbst lassen die Bäume ihre Blätter los, damit sie sich für den Winterschlaf vorbereiten können. Denn die Nährstoffe sind knapp, die Witterungsverhältnisse erfordern Ihnen dennoch viel Kraft ab. Würden Sie nun ihre Blätter behalten, dann müssten sie viel Energie auch an die Blätter abgeben – die haben sie aber nicht. Sie lassen also los, um ihre Kräfte zu schonen und um im Frühjahr wieder gestärkt neue Triebe, Blätter und Blüten entwickeln zu können.

Sie wissen also intuitiv was ihnen gut tut und was nicht.

Und der kleine Frosch auf dem Bild genießt einfach den Augenblick. Er erfreut sich am Hier und Jetzt und lässt alle negativen und kräftezehrenden Gedanken los. Er lässt Freude in sein Herz, tankt neue und frische Energie, lässt seinen Körper regenerieren und ist anschließend wieder fit und frei für Neues.

 

 

 

Loslassen hat also damit zu tun, ganz bewusst und frei Entscheidungen zu treffen, die einem persönlich gut tun. Denn damit hat man Hände und Kopf frei. Frei für Neues, frei für einen anderen Blickwinkel, frei für eine neue Kreativität, frei für ein neues Bewusstsein und frei für das Erleben einer neuen Gesundheit.

Loslassen heißt natürlich erst einmal aktiv zu werden. Und hier heißt es gewisse Vorbereitungen zu treffen. Denn wer orientierungslos alle Impulse sofort in die Tat umsetzen will, der hat schon verloren.

Das bedeutet zunächst einmal, sich bewusst zu werden, warum Du an einer bestimmten Situation oder an bestimmten Dingen festhältst. Du allein kennst Deine Baustellen, Vorzüge und Stärken und Deine empfindlichen Bereiche am besten.  Außerdem ist das Festhalten leichter als das Loslassen, auch wenn es sich so leicht daher sagen lässt. Denn Loslassen bedeutet Veränderung. Und Veränderungen können auch schon mal Angst bereiten, es ist mit Anstrengung verbunden, da wir den gewohnten Weg verlassen. Festhalten ist also eine ganz menschliche Eigenschaft.

Nachdem Du nun die Ursachen des Festhaltens kennst, überlege Dir wie es Dir ergehen würde, wenn Du LOSLÄSST.

Schreibe auf einem Zettel oder auch in einem schönen Notizbuch die guten und weniger guten Seiten auf. Wie fühlst Du Dich beim Loslassen, was würde sich dadurch für Dich ändern?

Sind nun die Gründe, Wünsche und Gefühle  bekannt, lassen sich im folgenden Schritt Veränderungen planen, die dann auch Erfolg zeigen. Doch nimm immer nur eine Veränderung vor und horche immer wieder in Dich hinein, wie es Dir damit geht. Hast Du auch den Mut, zurückzurudern, nämlich dann wenn Du merkst, dass es Dir mit der Entscheidung auch langfristig nicht gut geht. Aber bleib ehrlich zu Dir selbst und schaue immer wieder Dein Spiegelbild an. Es kann nämlich auch sein, dass Dein bequemer innerer Schweinehund die Mühen scheut, und Dir weismachen will, dass die Entscheidung wohl doch nicht so gut gewesen ist.

Lass los von Dingen und Situationen die Dir Energie rauben und halte fest an denen die Dir Energie geben. Bleib jedoch immer achtsam und aufmerksam.

Die Energie folgt der Aufmerksamkeit. Und Aufmerksamkeit lenkt die Energie und wo Energie hingeht,…

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Wir lieben es, so nah wie möglich im Einklang mit der Natur zu leben und die Kraft der Natur für unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden zu nutzen. Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, diese Erfahrungen mit anderen Menschen zu teilen und sie an dem Wissen teilhaben zu lassen. Denn DU hast es selbst in der Hand, ob und wie vital und fit zu bist.

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